Januar Jugendgottesdienst
Erster Jugendgottesdienst des Jahres 2010 (17.01.2010)
Ein verliebtes Paar - das war das zentrale Bild des Jugendgottesdienstes am 17.01.2010.
Immer wieder verwendete Bezirksevangelist Stotijn dieses Beispiel um der Jugend das Textwort aus 1. Timotheus 1, 5
("Die Hauptsumme aller Unterweisung aber ist Liebe aus reinem Herzen und aus gutem Gewissen und aus ungefärbtem Glauben")
näherzubringen.
Von der Liebe haben bestimmt schon mehrere Gottesdienste gehandelt, doch wie handelt denn jemand, der aus reinem Herzen liebt?
Bezirksevangelist Stotijn fragte zunächst die Jugend, was für sie untereinander Liebe aus reinem Herzen bedeute:
Man sehnt sich nach dem anderen, man handelt entschieden (Bezug auf die Aussage Stammapostel Streckeisens:
"Ich habe mich für den Herrn entschieden und dabei bleibt es") und man vertraut dem Partner.
Bezogen auf Gott ist das nichts anderes und so kann man gut nachvollziehen, was Apostel Paulus hier in seinem Brief an Timotheus meint.
Was aber hat es mit der Liebe aus reinem Gewissen auf sich?
"Gutes Gewissen ist ein inneres Ruhekissen".
Diese Aussage bestätigt bereits, dass es sich mit gutem Gewissen viel leichter leben lässt
- es ist also durchaus erstrebenswert.
Um ein gutes Gewissen zu haben muss man jedoch nicht perfekt sein - in einer Freundschaft/Partnerschaft verzeiht man sich ja schließlich auch kleinere Macken und Fehler.
Auf das Bemühen kommt es an.
Auch Gott schaut nicht das Ergebnis an, sondern sieht unser ehrliches Bemühen.
Der dritte Punkt der "Hauptsumme aller Unterweisung" ist die Liebe aus ungefärbtem Glaube.
Auch hier spielt die Ehrlichkeit wieder eine wichtige Rolle. Man soll dem Herrn nicht aus Berechnung dienen,
sondern aus vollster Überzeugung. Nur dann kann darauf der Segen liegen!
Nach einem kurzen Liedvortrag des Jugendchors bat unser Bezirksevangelist zunächst Priester Baisch mitzudienen.
Durch eine Erzählung aus seiner eigenen Jugend beleuchtete er das gute Gewissen etwas genauer.
Oder vielleicht eher: das schlechte Gewissen.
Das hatte er nämlich, als ihn während seiner Ausbildung der Meister in seiner Firma darauf ansprach,
dass er zwar nie der Rädelsführer des ganzen Unfugs sei, den die Jugendlichen bis dato in der Firma getrieben hatten,
er jedoch immer dabei gewesen sei.
Mit seinem Amtsauftrag, den er zu diesem Zeitpunkt bereits hatte, konnte er dies allerdings nicht vereinbaren.
Diese kleine Geschichte nutzte er auch als Aufruf an die Jugend, sich immer so zu verhalten, dass das eigene Verhalten und das Leben als Christ nicht im Gegensatz zueinander stehen.
Darüber hinaus forderte er die Jugend auf, einmal die Gedanken unseres Stammapostels für das Jahr 2010 zum Thema Beharrlichkeit zu lesen (erste Doppelseite der UF).
Na? Schon reingeschaut?
Ihr könnt auch kurz hier vorbeischauen:Grusswort 2010 oder hier: Grusswort Beharrlichkeit
Priester Schwämmle schließlich zeigte an einem amüsanten Beispiel, wie leicht plötzlich unangenehme Dinge von der Hand gehen können, wenn man sie aus Liebe tut.
So war das Aufräumen seiner Junggesellenbude (z.B. diverse Kleidungsstücke von der Lampe herunter holen) mit einem Mal keine Last mehr und er musste nicht mehr extra dazu aufgefordert werden, als er seine Frau kennen lernte.
Die Liebe hatte ihm also einiges erleichtert.
Wenn ich den Gottesdienst nun nochmals revue passieren lasse, merke ich, dass ich neben einigen kleineren Anekdoten vor allem eines mitgenommen habe, nämlich dass Liebe ein unverzichtbarer Aspekt unseres Glaubens ist und dass ohne sie kein aufrichtiger Glaube möglich ist, mit ihr allerdings vieles einfacher von der Hand geht.
JuEs - Open Jugendinfo Bezirk Esslingen
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